Geschichte und Informationen
Die Geschichte des Ballonfahrens
Die Geschichte des Ballonfahrens beginnt eigentlich im Jahre 1783 mit dem Seidenunterrock von Madame Montgolfier aus Annonay, einer Grafschaft in Frankreich.
Ihr Gemahl, Michel Joseph Montgolfier beobachtete, wie sich dieses Kleidungsstück über einem heissen Ofen blähte und in Richtung Decke schwebte.
Durch diese Erkenntnis, dass warme Luft leichter sein müsse als kalte, kam ihm die Idee.
Die angeleinte Montgolfiere kurz vor dem Start 1783
Der Flug des Herrn Jean Francois Rozier
Joseph Michel Montgolfier
Jacques Étienne Montgolfier
König Ludwig XVI
Mit seinem Bruder, Jacques Étienne Montgolfier konstruierte er den ersten Heißluftballon - die Montgolfiere.
Dieser Name ist bis heute erhalten geblieben. Aus Leinwand, Papier und Hanfnetz war dieser Prototyp gefertigt und stieg am 5. Juni 1783 in eine Höhe von 1.800 m auf.
Dieser erfolgreiche Versuch nährte den Gedanken, doch selbst in die Lüfte steigen zu können.
Aufgrund der Bedenken, in diesen Höhen vielleicht nicht mehr atmen zu können, entschlossen sich die Gebrüder Montgolfier zur Erstbesatzung mit einem Hammel, einer Ente und einem Hahn.
Am 19.September 1783 stiegen diese Passagiere in den Himmel und landeten auch wieder unversehrt.
Zwei Wochen danach, am 15.Oktober startete der erste bemannte Heißluftballon mit dem Apotheker Jean Francois Rozier, der damit zum ersten Luftfahrer dieser Welt gekürt wurde.
Dieser ersten Fahrt an einem angeleinten Ballon ließ er einen Monat später eine weitere folgen, als er mit dem Marquis d´Arlandes in einem Freiballon zehn Kilometer über Paris hinaus im Luftmeer fuhr.
Per Gesetz erliess König Ludwig XVI., das es fortan nur dem Adelsstand erlaubt war den Luftraum für Ballonfahrten zu nutzen.
Daher stammt auch die Tradition Erstballonfahrer mit einer symbolischen Taufe in den Ballonadel zu erheben.
Die Entwicklung auf diesem unveränderten Heißluftprinzip führte dann zum modernen Ballon.
Ballonfahren heute
Die Ballonhülle
Mit Hilfe der Passagiere wird der Ballon befüllt
Der Ballon
Heute verwendete Ballonhüllen bestehen aus beschichtetem Nylon, mit eingenähten Lastbändern.
Das beschichtete Material ist somit nicht brennbar und gewährleistet damit ein Maximum an Sicherheit. So kann die Erwärmung der Luft mittels üblicher Doppelbrenner (je Brenner ca. 4.000 PS Leistung) gut dosierbar und gefahrlos erfolgen.
Stahlseile verbinden die Ballonhülle über den Brenneraufbau mit dem Korb und durchziehen diesen auch noch über die Eckpunkte.
Der Korb ist ein Weidengeflecht und dies nicht nur aus Tradition. Dieses Naturmaterial ist bis heute in Punkto Stabilität und Elastizität nicht durch High-Tech-Materialien zu ersetzen.
Als Treibstoff wird umweltfreundliches Propangas verwendet, das in Edelstahlflaschen abgefüllt ist. Um die erforderliche Leistung zu erhalten wird das Gas in flüssiger Form über die Brennerspiralen verbrannt. Auch das bedeutet maximale Sicherheit, da die Entzündungstemperatur von Propangas extrem hoch ist.
Somit gilt der Heißluftballon als sicherstes Luftfahrzeug der Gegenwart.
Dazu tragen auch ständige Prüfungen aller Ballonteile durch Luftfahrttechnische Betriebe bei, zu denen wir als eingetragenes Luftfahrtunternehmen vom Gesetzgeber verpflichtet sind.
Die Vorfreude steigt!
Um Abheben zu können - Vollgas...
Brenner, Gebläse und Gestänge...
Der Tagesablauf
Wir treffen unsere Fahrgäste nach der letzten telefonischen Wetterabsprache am vereinbarten Ort. In der Regel treffen wir uns zur ausgemachten Uhrzeit entweder in Unterdießen oder in Stötten
Startplatz bei Schloss Neuschwanstein
Die Anreisefahrzeuge werden dort geparkt und wir fahren gemeinsam mit unserem Gelände- und Transportfahrzeug zum Startplatz. Dieser wird von uns anhand der aktuellen Wetterdaten ausgewählt und befindet sich in der Regel in der Nähe des Treffpunktes.
Jetzt geht's los und jeder ist herzlich zur Mithilfe bei den Startvorbereitungen eingeladen. Es macht Spaß und es ist interessant einen Ballon mal so hautnah zu erleben.
Korb, Brenner und Hülle werden aus dem Hänger ausgeladen, zusammengebaut und der Windrichtung entsprechend in Position gebracht.
Zuletzt wird die Hülle am Boden ausgebreitet und mit Hilfe eines Gebläses so in Form gebracht, dass unser Doppelbrenner zum Aufrichten eingesetzt werden kann.
Das ist der mit Spannung erwartete Zeitpunkt für die Passagiere, die jetzt zügig in den Korb einsteigen, damit das benötigte Gewicht schnell erreicht wird.
Die Hüllentemperatur steigt und der ganze Ballon stellt sich langsam auf. Letzte Funk- und Navigationseinstellungen werden vorgenommen und dann heißt es:
Glück ab, gut Land.
Was die nächsten 1 bis 1½ Stunden passiert ist unbeschreiblich und das, wozu wir Sie gerne mit dieser Website inspirieren möchten.
Nach (bislang immer) geglückter Landung wird der Ballon wieder in umgekehrter Reihenfolge abgebaut, zusammengelegt und im zwischenzeitlich eingetroffenen Verfolgerfahrzeug verstaut.
Was könnte dieses erhabene Gefühl des "am Himmel schweben" besser abrunden, als eine abschließende Taufe, durch welche jeder Passagier in den Adelsstand der Ballöner erhoben wird.
Wer auch das überstanden hat wird nun von uns wieder zum Ausgangspunkt der Ballonreise zurückgebracht und kann mit einem unvergesslichen Erlebnis im Gepäck die Heimreise antreten.
Was ist mitzubringen?
Zeit für ca. 3-4 Stunden und entsprechende Kleidung. Als Faustregel dafür gilt:
Einfach das anziehen, was man am gleichen Tag für einen längeren Spaziergang auswählen würde. Bequeme Freizeitschuhe, in den Wintermonaten entsprechend warm, damit`s keine kalten Füße gibt. Ballonfahren macht gerade im Winter Spaß und keiner friert, da es im Korb absolut windstill ist.

